- Folge verweigerter Arbeitszeitreduktionen! Früher war es eigentlich eine Einsicht der klassischen Ökonomie - und ich meine damit wirklich die klassische Klassik! Im Zuge der Erhöhung der Produktivität sollten alle Produktionsfaktoren partizipieren - die Arbeit in Form von Lohnerhöhungen oder Verkürzung der Arbeitszeit - oder beides in einem Mix. Seit einigen Jahrzehnten und wohl vor allem im Zuge der Globalisierung und der offenen Märkte galt das plötzlich nicht mehr. Doch die Arbeit hat in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ihren eigenen Weg gefunden - sie steht einfach nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung. Will heissen, es wird immer mehr Teilzeit gearbeitet - was jetzt wiederum von den klassischen konservativen Ökonomen aufs Heftigste kritisiert wird (Eichenberger). Ihren Ausdruck findet die Tendenz etwa in der steigenden Teilzeitarbeit von Männern in der Schweiz (früher unter zehn, heute annähernd 20 Prozent). Und im allgemeinen Wunsch der Deutschen, eigentlich nur noch um die 32 Stunden pro Woche zu arbeiten (früher 34) - siehe Zeit vom 11.3.23.
- Anders gesagt und eine eigene Einsicht: Teilzeitarbeit ist Antwort auf die ausbleibende Verkürzung der Arbeit, die aufgrund der Produktivitätsgewinne seit Jahrzehnten angezeigt wäre!
... widmet sich Alternativen der Ökonomie und in der wirtschaftspolitischen Diskussion; ... gehört zum Unternehmen «Media for a Better World» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (s.a. www.tipp.ch); ... Beiträge sind zeitlich geordnet, Stichwort- und Labelsuche in rechter Spalte; ... Unterstützung mit Zahlung von 20 CHF auf IBAN CH46 0070 0111 3009 63007 (Guntram Rehsche / ZKB) - Danke!.
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Samstag, 11. März 2023
Ökonomische Einsichten 2023
Montag, 18. Oktober 2021
Ökonomische Einsichten 2021
- US-Zukunftsforscher Tony Seba sagt in Tweet vom 30.11.21 voraus, dass in wesentlichen Bereichen der Konsumwelt die Preise radikal herunterkommen in den nächsten 10-15 Jahren - so für Information, Nahrung, Energie, Transport und Rohstoffe. Als Grund nennt Seba die rasant sinkenden Kosten für neue Technologien.
- Das mit dem AHV-Alter ist relativ einfach: Solange es keine Arbeitszeitreduktionen (Wochenarbeitszeit) gibt, darf auch das AHV-Alter nicht erhöht werden (Lebensarbeitszeit). Denn das an sich berechtigte Anliegen bleibt als Ausgleich auf der Strecke, weil Produktivitätsfortschritte nicht weiter gegeben werden.
- Die ökologische Kehrtwende darf nicht nur ökologisch sein, sie muss immer auch sozial sein - sonst verliert sie die Unterstützung der grossen Mehrheit.
- Interessante und mögliche Folge der Corona-Krise: Während Kurzarbeit wurden sich offenbar viele Leute ihrer beschissenen Situation am Arbeitsplatz, insbesondere auch ihrer zu langen und zu unregelmässigen Arbeitszeiten bewusst - und wechselten den Job. Die Folge: Arbeitskräftemangel in vielen Branchen und richtigerweise steigende Löhne in eben diesen.
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Freitag, 11. Mai 2012
So zockte JP Morgan
Es klingt wie eine Gruselszene aus dem Jahr 2008, vom Vorabend der
Finanzkrise. Der Boss einer Wall-Street-Bank beruft nach Börsenschluss
hastig eine Konferenzschaltung mit Analysten ein. Er enthüllt
unerwartete Milliardenverluste aus riskanten Finanzwetten, die das
Fundament der Bank ins Wanken bringen könnten. Er versichert, dass das
Fundament der Bank nicht wanke. Im nachbörslichen Handel stürzt der
Aktienkurs der Bank ab.
Fast vier Jahre nach Beginn der internationalen Finanzkrise sollte das nicht mehr passieren. Und doch passiert es am Donnerstag in New York. Der Bankboss ist Jamie Dimon, der letzte der Großen, die sich aus jenen turbulenten Jahren noch gehalten haben. Die Bank ist JP Morgan Chase (JPM) , die heute größte Bank der USA. Und die Spekulationsverluste beziffern sich auf rund zwei Milliarden Dollar - in nur sechs Wochen.
"Das waren ungeheuerliche Fehler", gibt selbst der sonst so selbstbewusste Dimon zu. "Sie waren selbstverschuldet, und das ist nicht die Art, wie wir ein Geschäft führen wollen." Woher kam das Geld? Wo ist es geblieben? Wer hatte die Aufsicht? Wieso zog keiner die Notbremse? Wer haftet? Noch bleiben die Details diffus. Fest steht, dass dies mehr ist als ein Dämpfer für die stolzeste - manche sagen überheblichste - Bank der Wall Street. Zwar ist der Schaden auf dem Papier noch relativ - im vergangenen Jahr verdiente JPM fast 19 Milliarden Dollar, dürfte den bisherigen Verlust also wegstecken können. Doch der Imageschaden ist jetzt schon unabschätzbar: "JP Morgan verzockt seine Krone", titelt das "Wall Street Journal" fast schadenfroh.
Vom politischen Schaden ganz zu schweigen: Blitzschnell werden mal wieder neue Rufe nach schärferer Aufsicht der Wall Street laut - Forderungen, denen zuletzt gerade Dimon, der seit der Krise als einflussreichster Banker Amerikas gilt, am vehementesten widersprach. Der Skandal "sät Zweifel an Jamies Opposition und gibt denen Auftrieb, die härtere Regulierungen gefordert haben", sagte der Analyst Mike Mayo (Credit Agricole Securities) der "New York Times" - und fügte spöttisch hinzu: "Oh, wie die Mächtigen gefallen sind."
Zum Vergleich: Ein Schaden von rund zwei Milliarden Dollar entspräche in etwa dem Verlust, den die Schweizer Großbank UBS Ende vorigen Jahres durch die Geschäfte eines einzelnen Händlers in London erlitt. Sowie der Summe, die dem US-Finanzgiganten MF Global abhanden ging und zu seiner Pleite führte. Auch aus einem anderen Grund kann sich JPM diese Peinlichkeit gerade nicht leisten: Es ist Konsortialführer für den kommenden Mega-Börsengang von Facebook. Dessen Chef Mark Zuckerberg dürfte darüber kaum erfreut sein.
Was bisher bekannt ist: Brandherd ist demnach das Chief Investment Office (CIO), eine Abteilung bei JPM, die in obskuren Finanzmärkten spekuliert, um die Aktiva und Passiva der Bank auszugleichen - eine Art firmeninterne Hedgefondsgruppe. Diese fiel schon im April auf: Da kursierten Gerüchte, ein JPM-Trader, der in London sitze, habe auffällig hohe Wetten im Derivatemarkt gewagt - mit Credit Default Swaps (CDS). Das "Wall Street Journal" identifizierte den Mann als Bruno Iksil - in Branchenkreisen auch "Londoner Wal" oder "Voldemort" genannt, nach dem fiktiven Harry-Potter-Schurken.
Dimon wiegelte diese Sorgen damals noch ab: "Ein Sturm im Wasserglas", sagte er Mitte April. Das soll er wohl noch diese Woche in persönlichen Gesprächen mit Analysten wiederholt haben. Nun entschuldigte er sich bei ihnen. Denn jetzt sind es genau jene CDS-Deals, die JPM reingerissen haben. JPM habe in seinem "synthetischen Kredit-Portfolio erhebliche Marktverluste erlitten", gab Dimon zu - in Zahlen: "Zwei Milliarden Dollar." Besagtes Portfolio habe sich "als riskanter, volatiler und weniger effektiv erwiesen" als angenommen. Auch seien die Deals "schlecht geprüft, schlecht ausgeführt und schlecht überwacht" worden. Auch von "Irrtümern", "Schlampereien" und "schlechtem Urteilsvermögen" soll die Rede gewesen sein.
Déjà-vu: Das Desaster spielte sich auf den gleichen Schauplätzen ab und unter ähnlichen Umständen wie die Zockereien, die 2008 zum Bankenkollaps geführt hatten. Als habe sich nichts geändert, hätten die Banker nichts gelernt aus der Krise, die die Finanzwelt in die Knie zwang. Vor allem für die Bank, die die Finanzkrise besser gemeistert hatte als alle anderen, ist das peinlich - und für Dimon, der sich deshalb lange als "König der Wall Street" und lautester Wortführer gegen alle die aufplusterte, die es wagten, die Unfehlbarkeit der Finanzbranche anzuzweifeln. Jetzt ergreift er selbst die Flucht nach vorne: "Wir stehen dumm da", murrt er. "Wir verdienen jede Kritik, die wir bekommen."
Das Debakel zieht den ganzen Konzern runter. Als Konsequenz der Zockerei macht allein die Corporate Group, das JPM-Kernunternehmen, im zweiten Quartal statt wie veranschlagt 200 Millionen Dollar Gewinn nun 800 Millionen Dollar Verlust. Doch auch das sind nur Schätzungen. Der wahre Schaden hängt von der Reaktion der Märkte ab und könnte, warnt Dimon, "leicht schlimmer werden". Im dritten Quartal könnte noch eine weitere Milliarde Dollar flöten gehen. Schon sackte die JPM-Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als 6,7 Prozent ab - und mit ihr kippten auch die Kurse anderer US-Banken.
Doch noch etwas Beunruhigenderes enthüllt der Schock vom Donnerstag: Die hinter dem Desaster steckenden Geschäfte scheinen sogar für Dimon zu "komplex", und er selbst kann die wahren Verluste nicht exakt beziffern. "Damit wäre kristallklar", wettert der Börsenblogger und Ex-Trader Henry Blodget, "dass die Wall Street keine verdammte Ahnung hat, wie man Risiken abschätzt und managt". Und auf einmal stellt sich wieder die gleiche Frage, die sich nach der Krise stellte: Sind die Wall-Street-Riesen "too big to fail" - zu groß, um sich selbst überlassen werden zu dürfen?
Womit das Thema sogar in den Wahlkampf reingeraten könnte. Die Debatte um die Wall-Street-Aufsicht hat US-Präsident Barack Obama politisch schwer zu schaffen gemacht, schien aber eigentlich bis zur Wahl beigelegt. Zu früh: Die JPM-Verluste, sagte jetzt der demokratische Senator Carl Levin, erinnerten "krass daran, dass die Aufsichtsbehörden harte, effektive Richtlinien schaffen müssen".
Im Juli 2010 hatte der Kongress die große Finanzmarktreform verabschiedet - in entschärfter Form. Vor allem Derivate sind dabei relativ ungeschoren davongekommen. Teil dieses Gesetzespakets war die "Volcker-Regel", benannt nach dem Ex-Notenbankchef Paul Volcker. Demnach dürfen die Banken nicht länger auf eigenes Konto an den Kreditmärkten spekulieren. Die Regel ist aber bis heute nicht in Kraft und wird von der Wall-Street-Lobby weiter kritisiert, weil sie der Liquidität schade. Jamie Dimon ist sich der Ironie bewusst - er ist einer der schärfsten Kritiker der "Volcker-Regel". "Das spielt einem ganzen Haufen von Besserwissern da draußen in die Hand", sagt er nun. Er werde es verkraften: "So ist das Leben."
Quelle: Spiegel Online
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Fast vier Jahre nach Beginn der internationalen Finanzkrise sollte das nicht mehr passieren. Und doch passiert es am Donnerstag in New York. Der Bankboss ist Jamie Dimon, der letzte der Großen, die sich aus jenen turbulenten Jahren noch gehalten haben. Die Bank ist JP Morgan Chase (JPM) , die heute größte Bank der USA. Und die Spekulationsverluste beziffern sich auf rund zwei Milliarden Dollar - in nur sechs Wochen.
"Das waren ungeheuerliche Fehler", gibt selbst der sonst so selbstbewusste Dimon zu. "Sie waren selbstverschuldet, und das ist nicht die Art, wie wir ein Geschäft führen wollen." Woher kam das Geld? Wo ist es geblieben? Wer hatte die Aufsicht? Wieso zog keiner die Notbremse? Wer haftet? Noch bleiben die Details diffus. Fest steht, dass dies mehr ist als ein Dämpfer für die stolzeste - manche sagen überheblichste - Bank der Wall Street. Zwar ist der Schaden auf dem Papier noch relativ - im vergangenen Jahr verdiente JPM fast 19 Milliarden Dollar, dürfte den bisherigen Verlust also wegstecken können. Doch der Imageschaden ist jetzt schon unabschätzbar: "JP Morgan verzockt seine Krone", titelt das "Wall Street Journal" fast schadenfroh.
Vom politischen Schaden ganz zu schweigen: Blitzschnell werden mal wieder neue Rufe nach schärferer Aufsicht der Wall Street laut - Forderungen, denen zuletzt gerade Dimon, der seit der Krise als einflussreichster Banker Amerikas gilt, am vehementesten widersprach. Der Skandal "sät Zweifel an Jamies Opposition und gibt denen Auftrieb, die härtere Regulierungen gefordert haben", sagte der Analyst Mike Mayo (Credit Agricole Securities) der "New York Times" - und fügte spöttisch hinzu: "Oh, wie die Mächtigen gefallen sind."
Zum Vergleich: Ein Schaden von rund zwei Milliarden Dollar entspräche in etwa dem Verlust, den die Schweizer Großbank UBS Ende vorigen Jahres durch die Geschäfte eines einzelnen Händlers in London erlitt. Sowie der Summe, die dem US-Finanzgiganten MF Global abhanden ging und zu seiner Pleite führte. Auch aus einem anderen Grund kann sich JPM diese Peinlichkeit gerade nicht leisten: Es ist Konsortialführer für den kommenden Mega-Börsengang von Facebook. Dessen Chef Mark Zuckerberg dürfte darüber kaum erfreut sein.
Was bisher bekannt ist: Brandherd ist demnach das Chief Investment Office (CIO), eine Abteilung bei JPM, die in obskuren Finanzmärkten spekuliert, um die Aktiva und Passiva der Bank auszugleichen - eine Art firmeninterne Hedgefondsgruppe. Diese fiel schon im April auf: Da kursierten Gerüchte, ein JPM-Trader, der in London sitze, habe auffällig hohe Wetten im Derivatemarkt gewagt - mit Credit Default Swaps (CDS). Das "Wall Street Journal" identifizierte den Mann als Bruno Iksil - in Branchenkreisen auch "Londoner Wal" oder "Voldemort" genannt, nach dem fiktiven Harry-Potter-Schurken.
Dimon wiegelte diese Sorgen damals noch ab: "Ein Sturm im Wasserglas", sagte er Mitte April. Das soll er wohl noch diese Woche in persönlichen Gesprächen mit Analysten wiederholt haben. Nun entschuldigte er sich bei ihnen. Denn jetzt sind es genau jene CDS-Deals, die JPM reingerissen haben. JPM habe in seinem "synthetischen Kredit-Portfolio erhebliche Marktverluste erlitten", gab Dimon zu - in Zahlen: "Zwei Milliarden Dollar." Besagtes Portfolio habe sich "als riskanter, volatiler und weniger effektiv erwiesen" als angenommen. Auch seien die Deals "schlecht geprüft, schlecht ausgeführt und schlecht überwacht" worden. Auch von "Irrtümern", "Schlampereien" und "schlechtem Urteilsvermögen" soll die Rede gewesen sein.
Déjà-vu: Das Desaster spielte sich auf den gleichen Schauplätzen ab und unter ähnlichen Umständen wie die Zockereien, die 2008 zum Bankenkollaps geführt hatten. Als habe sich nichts geändert, hätten die Banker nichts gelernt aus der Krise, die die Finanzwelt in die Knie zwang. Vor allem für die Bank, die die Finanzkrise besser gemeistert hatte als alle anderen, ist das peinlich - und für Dimon, der sich deshalb lange als "König der Wall Street" und lautester Wortführer gegen alle die aufplusterte, die es wagten, die Unfehlbarkeit der Finanzbranche anzuzweifeln. Jetzt ergreift er selbst die Flucht nach vorne: "Wir stehen dumm da", murrt er. "Wir verdienen jede Kritik, die wir bekommen."
Das Debakel zieht den ganzen Konzern runter. Als Konsequenz der Zockerei macht allein die Corporate Group, das JPM-Kernunternehmen, im zweiten Quartal statt wie veranschlagt 200 Millionen Dollar Gewinn nun 800 Millionen Dollar Verlust. Doch auch das sind nur Schätzungen. Der wahre Schaden hängt von der Reaktion der Märkte ab und könnte, warnt Dimon, "leicht schlimmer werden". Im dritten Quartal könnte noch eine weitere Milliarde Dollar flöten gehen. Schon sackte die JPM-Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als 6,7 Prozent ab - und mit ihr kippten auch die Kurse anderer US-Banken.
Doch noch etwas Beunruhigenderes enthüllt der Schock vom Donnerstag: Die hinter dem Desaster steckenden Geschäfte scheinen sogar für Dimon zu "komplex", und er selbst kann die wahren Verluste nicht exakt beziffern. "Damit wäre kristallklar", wettert der Börsenblogger und Ex-Trader Henry Blodget, "dass die Wall Street keine verdammte Ahnung hat, wie man Risiken abschätzt und managt". Und auf einmal stellt sich wieder die gleiche Frage, die sich nach der Krise stellte: Sind die Wall-Street-Riesen "too big to fail" - zu groß, um sich selbst überlassen werden zu dürfen?
Womit das Thema sogar in den Wahlkampf reingeraten könnte. Die Debatte um die Wall-Street-Aufsicht hat US-Präsident Barack Obama politisch schwer zu schaffen gemacht, schien aber eigentlich bis zur Wahl beigelegt. Zu früh: Die JPM-Verluste, sagte jetzt der demokratische Senator Carl Levin, erinnerten "krass daran, dass die Aufsichtsbehörden harte, effektive Richtlinien schaffen müssen".
Im Juli 2010 hatte der Kongress die große Finanzmarktreform verabschiedet - in entschärfter Form. Vor allem Derivate sind dabei relativ ungeschoren davongekommen. Teil dieses Gesetzespakets war die "Volcker-Regel", benannt nach dem Ex-Notenbankchef Paul Volcker. Demnach dürfen die Banken nicht länger auf eigenes Konto an den Kreditmärkten spekulieren. Die Regel ist aber bis heute nicht in Kraft und wird von der Wall-Street-Lobby weiter kritisiert, weil sie der Liquidität schade. Jamie Dimon ist sich der Ironie bewusst - er ist einer der schärfsten Kritiker der "Volcker-Regel". "Das spielt einem ganzen Haufen von Besserwissern da draußen in die Hand", sagt er nun. Er werde es verkraften: "So ist das Leben."
Quelle: Spiegel Online
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